Warum „Dankbarkeit für das Leben“ dich glücklich macht!

Feb 21, 2022 | Mentale und Spirituelle Gesundheit

Neuste wissenschaftliche Studien belegen, dass tägliche praktizierte Dankbarkeit Menschen gesünder, glücklicher und resilienter werden lässt.

Aber wie wird man „dankbar“ und wie oft sollte man sie praktizieren? Welche weiteren Effekte hat Dankbarkeit?

Diese und weitere Fragen klären wir in diesem Artikel.

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10 Effekte von täglich praktizierter Dankbarkeit

#1 Dankbarkeit ändert deinen Fokus

Dieser Punkt kann simpler und gleichzeitig wichtiger nicht sein. Für uns Menschen gilt immer folgendes: 

Anstatt in die Zukunft zu schauen, sehen wir lieber in die Vergangenheit.

Anstatt jetzt hier in diesem Moment zu sein, sind wir entweder am Jammern über die Vergangenheit oder hoffen auf zukünftiges.

Anstatt dankbar zu sein, für das was wir haben, zum Beispiel ein Heim und Gesundheit, wollen wir andere Dinge, Sachen die andere Menschen haben.

Das Dorfkind will in die wilde Stadt. Der Mensch, aus der Stadt will das Landleben. Der Arme Mensch will Macht und Geld. Der unbedeutende Mensch will berühmt werden, der weltberühmte will nichts weiter als in Ruhe gelassen werden.

Dankbarkeit scheint das Heilmittel gegen diese „Krankheit“ zu sein oder zumindest einen großen positiven Effekt auf diesen Aspekt unseren Menschlichen Daseins zu entfalten, ständig das zu begehren was wir gerade nicht haben.

Beispiel: Stell dir vor du bist pleite, hast ein Kind, aber keinen festen Partner und das Kind wohnt bei dem anderen Elternteil. Du hast kein Auto. 

Du musst also morgen hinfahren, das Kind abholen, zu dir fahren und abends wieder zurückfahren usw.

Du hast heute Gehalt bekommen, Gott sei Dank ^^

Jetzt gibt es doch 2 Möglichkeiten die Dinge zu sehen:

  1. „Alles kacke, ich bin pleite, muss mit dem Bus dorthin fahren, mit dem Bus zurück, es ist kalt, es ist nass und ich habe keine Lust.“
  2. „Gott sei Dank habe ich gestern Gehalt bekommen, so können wir am Hauptbahnhof vielleicht noch eine Kleinigkeit einkaufen. Schön, dass wir gesund sind und ich die Möglichkeit habe, die Öffies zu benutzen und Leute zu beobachten. Ich bin dankbar, für meine warme Kleidung und mein warmes Heim, in dem wir es uns gemütlich machen können.“

Es geht darum, wie Dankbarkeit deinen Fokus vom Negativen ins Positive lenken kann. Was sagst du? Kommentiere unten und sag uns, ob du dem Zustimmst oder ob du diese Theorie für totalen Bullshit hältst!?

#2 Praktizierte Dankbarkeit befreit uns von „beschränkenden Glaubenssätzen“

Jeder Mensch erlebt  während seiner Kindheit Dinge, die nicht so schön sind, dass ist normal. So ist das Leben. Allerdings ist es laut Jane Ransom bei Kindern besonders schlimm, da sie sich nicht gegen negative Informationen wehren können. 

Wir Erwachsenen können negative Informationen blocken, wir können uns wehren. Der Teil unseres Gehirns, welcher mit negativen Informationen fertig werden muss, ist bereits voll entwickelt, bei Kindern ist das anders.

Der präfrontale Kortex ist erst im Alter von 20 – 22 Jahren voll entwickelt.

Laut Jane Ransom heißt das für Kinder, dass negativ aufgeladene Informationen ungefiltert aufgenommen werden. Das Gehirn, kann diese Informationen nicht auf die Weise verarbeiten, wie es ein Erwachsener tun würde. 

Auf diese Weise entstehen einschränkende Glaubenssätze wie

„Ich werde nur geliebt, wenn ich Leistung bringe.“

und diese setzen sich tief und fest im Sein dieser Menschen ab.

Täglich praktizierte Dankbarkeit ist wie ein Trampelpfad mitten durch einen Wald. Anstatt 4km um den Wald gehen zu müssen, kannst du mit täglich praktizierter Dankbarkeit, eine Abkürzung nehmen, und dich auf diese Weise von beschränkenden Glaubenssätzen befreien.

#3 Dankbarkeit heilt dein inneres Kind

Wer Dankbarkeit richtig über eine gewisse Zeit praktiziert, kann sein inneres Kind heilen, indem er direkt die Neuroplastizität des Gehirns verändert. 

Die neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse legen laut Jane Ransom nahe, dass Sigmund Freud mit seiner Psychotherapie zwar eine interessante Idee hatte, dieser Ansatz als Heilungsmethode jedoch nur begrenzt taugt.

Denn ständig in der negativen Vergangenheit zu wühlen, hilft uns Menschen vielleicht beim „Verstehen“ des Problems, hat jedoch auch den Effekt, dass wir durch den konstanten Kontakt zu negativen Informationen auch die Neuroplastizität in diesem Sinne verändern.

Das genau Gegenteil erreichen wir durch die täglich praktizierte Dankbarkeit. Wir können durch diese Praxis neue neuronale Verbindung im Gehirn schaffen, denn nichts anderes heißt Neuroplastizität:

„…die Fähigkeit des Gehirns, lebenslang neue neuronale Verbindungen zu bilden…“ (Quelle)

# 4 Dankbarkeit befreit dich von emotionalem Schmerz

Studien legen nahe, dass praktizierte Dankbarkeit, Menschen sogar mit suizidalen Gedanken helfen kann. Laut Studien soll es Menschen mit Depressionen genau dann helfen, wenn die komplexe Krankheit diesen Menschen am meisten abverlangt. 

#5 Praktizierte Dankbarkeit lässt dich Opferrolle verlassen

Durch die Veränderung des Fokus und der Neuroplastizität, sollen Menschen, die täglich Dankbarkeit praktizierten, die Opferrolle ablegen können, die sie über Jahre hinweg kultiviert haben.

Niemals würde ich sagen, dass nicht Dinge gibt, über die es sich lohnt zu weinen und zu jammern. Nein ganz im Gegenteil. 

Aber das Leben, gefangen in der Opferrolle zu bestreiten, führt ausschließlich zu 

  • Bequemlichkeit
  • Selbstmitleid
  • Ausreden
  • ständigem Vergleichen
  • Schuldzuweisung
  • Stillstand

Der Rolle des Opfers entspringt nichts Gutes. Es ist ok eine Zeitlang in ihr zu verweilen, aber längere Zeit sollte man nicht in ihr verharren.

Die Studien zeigen, dass Dankbarkeit neue Strukturen in unserem Gehirn erschafft. Neuronale Verbindungen können dadurch entstehen.

Deswegen macht es für mich totalen Sinn, dass gelebte und praktizierte Dankbarkeit dazu führt, dass man  irgendwann automatisch die Opferrolle verlässt. Statt sich ständig mit negativen, destruktiven Gedanken zu füttern, ist man auf diese Weise ständig von positiven Gedanken und Emotionen umgeben. 

Diese neuen Verbindung im Gehirn führen dazu, dass man irgendwann die Schnauze voll hat, auf seine gut kultivierte Rolle, als Opfer, welches ständig irgendeine Ausrede parat hatte, etwas nicht zu tun.

#6 Dankbarkeit macht zufriedener und glücklicher

Es gibt eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien, die nahelegen, dass täglich praktizierte Dankbarkeit Menschen tatsächlich glücklicher macht. 

Das faszinierende bei diesen Versuchen ist, dass das Gefühl der Zufriedenheit und des Glücks nicht nur einige Stunden anhält, sondern noch Wochen nach den Dankbarkeitsübungen anhält.

Anstatt einer „Negativspirale“, scheint durch praktizierte Dankbarkeit eine „Positivspirale“ zu entsehen,

#7 Dankbarkeit stärkt deinen Glauben

Wer Dankbarkeit in sein tägliches Leben integriert stärkt nicht nur seinen religiösen Glauben, sondern auch den Glauben an das Gute im Leben. Derjenige wird eher an das Gute im Menschen glauben und ein Gefühl der Verbundenheit macht sich in diesem Menschen breit.

Er wird das Gefühl haben nicht allein auf dieser Welt zu sein. Auf diese Weise entsteht auch mehr Empathie für die Schicksalsschläge seiner Mitmenschen. 

Derjenige wird nicht nur Dankbarkeit für die guten Dinge im Leben entwickeln, sondern paradoxerweise auch für die „schlechten“ Dinge.

Ich frage dich an dieser Stelle: Was soll einem mit dieser Einstellung dann noch aus dem Sattel des Lebens werfen?

Der Glaube entsteht, dass alles Schlechte auch wieder vorübergeht, was wahrer nicht sein könnte.

#8 Durch praktizierte Dankbarkeit entsteht Resilienz

Studien belegen, dass Dankbarkeit echte Resilienz in Menschen entstehen lässt, einfach weil Dankbarkeit so viele positive Effekte auf die Psyche, Emotionen und sogar die körperliche Gesundheit haben kann.

#9 Ein besseres Leben durch Dankbarkeit?

Ein Artikel im Wallstreet Journal fasst die wissenschaftlichen Ergebnisse, der Forschung zum Thema Dankbarkeit wie folgt zusammen:

 

„Adults who frequently feel grateful have more energy, more optimism, more social connections and more happiness than those who do not, according to studies conducted over the past decade. They’re also less likely to be depressed, envious, greedy or alcoholics. They earn more money, sleep more soundly, exercise more regularly and have greater resistance to viral infections.“

Wir haben unseren eigenen Artikel geschrieben in dem wir die wichtigsten wissenschaftlichen Studien zum Thema Dankbarkeit nocheinmal auflisten wollten. 

#10 Dankbarkeit ist Teil des Fundaments (eines guten Lebens)

Das Fundament eines guten Lebens sollte gewisse Dinge beinhalten und ich glaube Dankbarkeit ist eines diese Puzzleteile, das niemals fehlen darf.

Manche Menschen haben das Glück unbewusst jeden Tag Dankbarkeit zu praktizieren. 

Diese Menschen, fühlen sich geborgen. Sie sind meistens einfach zufrieden, weil sie für kleine Dinge in ihrem Leben unglaublich dankbar sind.

Werde auch du zu einem dieser glücklichen Menschen indem du Dankbarkeit praktizierst, und zwar täglich.

 

Wie kann ich Dankbarkeit lernen?

Um von Dankbarkeit zu profitieren, sollte sie jeden Tag praktiziert werden. Setze dich am Ende des Tages hin und schreibe dafür 3 Dinge auf, die gut gelaufen sind am heutigen Tag und für die du dankbar bist. Alternativ kannst du dir auch 3 – 5 Dinge überlegen, die du laut aussprichst. 

Allerdings solltest du folgenden wichtigen Ablauf der „Dankbarkeitspraxis“ unbedingt beachten:

#1 Emotionen / Gefühle

Um wirklich, die Neuroplastizität des Gehirns zu verändern, sollten möglichst Emotionen in die Übung mit einbezogen werden. Dadurch wird aus einer positiven Begebenheit eine echte positive Erfahrung. 

Praxistipp: Beim Aufschreiben der drei Dinge, für die du dankbar bist, solltest du bei jedem Einzelnen kurz innehalten, wirklich die Dankbarkeit zu fühlen. 

Lass dich von diesem Gefühl der Dankbarkeit ausfüllen. Auf diese Weise entstehen mit der Zeit positive Glaubenssätze.

Beispiele für Dinge, die du aufschreiben kannst:

  • Ich bin dankbar für das gute Essen, dass ich zusammen mit meiner Familie heute zu mir nehmen durfte. Nicht jeder hat diese Möglichkeiten
  • Ich bin besonders dankbar dafür, dass meine Tochter gesund und so voller positiver Energie ist. 
  • Ich bin dankbar dafür, dass ich heute joggen gehen durfte. Das ich Beine habe die funktionieren und laufen können. Dass ich dabei das Wetter wahrnehmen durfte.

Halte bei jedem Satz kurz inne, um die positiven Gefühle zu konservieren.

#2 Ausdehnen

Dehne deine Dankbarkeit in deiner Praxis auf deine Mitmenschen aus. Dein Kind, dein Partner oder andere Familienmitglieder können zum Beispiel miteinbezogen werden. Versuche dieses Gefühl wohliger Dankbarkeit auch zeitlich mit in den Tag zu tragen.

#3 Praktiziere es jeden Tag (mindestens über 2 Wochen)

Setze dich am Ende des Tages hin und schreibe 3 Dinge auf, die gut gelaufen sind am heutigen Tag und für die du dankbar bist. Alternativ kannst du dir auch 3 – 5 Dinge überlegen, die du laut aussprichst. 

Wenn du dich dafür entschließt, es laut auszusprechen, solltest du vielleicht mehr als 3 Aspekte, des Tages nehmen, einfach weil es nicht so intensiv ist, als wenn du es aufscreibst.

An dieser Stelle möchte ich Jane Ransom für ihre Arbeit und die Verbreitung dieser Informationen zu dem Thema Dankbarkeit danken. Die Informationen in diesem Artikel basieren zum Teil auf Ihrem wundervollen TEDx Vortrag.

Wie entsteht „Glücklichsein“ oder Glück?

Der Ausdruck „Glücklichsein“ wird dieser Tage einfach falsch verwendet, denn er suggeriert einen Dauerzustand des glücklich seins, als Alltag. Dem ist nicht so, denn Glücklichsein ist immer verknüpft mit Ereignissen, wie einer Geburt, Liebe, einem Hauskauf usw. 

Glücklich zu sein ist also kein Dauerzustand, Zufriedenheit schon. 

Die Psychologin Sonya Lyumbomirsky definiert folgende 3 Faktoren für „Happiness“:

  1. “Genetic happiness set-point” also bestimmte Faktoren unserer Genetik sind für 50% unserer „Happiness“ verantwortklich.
  2. “Intentional activity” also unsere bewussten Handlungen, wie wir unser Leben Gestalten, unsere Gewohnheiten usw. nehmen weitere 40% ein.
  3. “Environmental circumstances” also unsere Umwelt, die Voraussetzungen, die wir mitgegeben bekommen bei unserer Geburt (10%).

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